Ein GEWIMMO-Expertenbeitrag für Eigentümer, Vermieter und Gastronomen.
Die Gastronomiebranche hat in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Wandel erlebt. Neue Konsumgewohnheiten, steigende Betriebskosten, digitale Bestell- und Lieferstrukturen sowie das Bedürfnis nach Erlebnisorientierung formen das Gastronomieangebot der Zukunft. Für Eigentümer von Gastronomieflächen ist es entscheidend zu verstehen, welche Anforderungen moderne Konzepte haben, wie sich Standorte entwickeln und welche Faktoren erfolgreiche Vermietung begünstigen.
1. Erlebnisgastronomie gewinnt an Bedeutung
Gäste besuchen Restaurants nicht mehr nur, um zu essen, sondern um ein Erlebnis zu haben. Themenrestaurants, Showküchen, offene Küchenkonzepte und hochwertige Innenarchitektur bestimmen moderne Gastronomietypen. Eigentümer, die flexible Räume und ausreichende Anschlüsse bieten, werden bevorzugt.
Besonders beliebt sind Konzepte, die gastronomische Erlebnisse mit Lifestyle, Kultur oder Shopping verbinden. In Innenstädten und gemischt genutzten Quartieren entstehen gastronomische Hotspots, die das urbane Leben anziehen und beleben.
2. Wachsende Bedeutung von Liefer- und Hybridkonzepten
Lieferdienste und Online-Bestellsysteme haben Gastronomie nachhaltig verändert. Viele erfolgreiche Betriebe arbeiten heute hybrid: Sie kombinieren Restaurantbetrieb mit Delivery-Küche, Pre-Order-Systemen und digitalen Bestellprozessen. Dadurch benötigen sie optimierte Küchenräume, klare Andienungswege und Trennungen zwischen Gäste- und Lieferverkehr.
Wichtige Merkmale moderner Gastroflächen:
- gute Abluft- und Fettabscheider-Anlagen
- flexible Nebenräume für Lagerung und Kühlung
- ausreichende Strom- und Wasseranschlüsse
- gut geplante Lieferzonen
- Freiflächen oder Außengastronomie
3. Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbsvorteil
Gäste achten zunehmend auf Nachhaltigkeit, Regionalität und Ressourcenschonung. Dadurch verändert sich auch die bauliche Nachfrage: Moderne Lüftungsanlagen, energiesparende Küchentechnik und nachhaltige Baumaterialien sind ein Vorteil. Betreiber schätzen Flächen, die energieeffizient sind und Betriebskosten langfristig senken.
4. Standortqualität entscheidet über langfristigen Erfolg
Für Gastronomie spielt die Lage eine zentrale Rolle. Hohe Sichtbarkeit, Frequenz, Erreichbarkeit und das Umfeld sind entscheidend. Trendlagen wie belebte Viertel, Wasserlagen, Fußgängerzonen oder urbane Mischquartiere entwickeln sich besonders stark. Eigentümer können durch gute Außenbereiche, Beleuchtung oder gestalterische Aufwertungen die Attraktivität ihrer Flächen erhöhen.
5. Welche Gastronomiekonzepte besonders gefragt sind
- Casual Dining: Hochwertig, aber schnell – ideal für Stadtlagen.
- Food Sharing & Community Dining: Soziale Erlebnisgastronomie.
- Ghost Kitchens: reine Lieferküchen, effizient und flächenarm.
- Café-Bar-Hybride: flexible Tagesnutzung, ideal für gemischte Standorte.
- Boutique-Konzepte: kleine, individuelle Marken mit hoher Anziehungskraft.
6. Chancen für Eigentümer und Investoren
Gastronomie bleibt ein wichtiger Frequenzbringer in Städten und Handelslagen. Wer seine Flächen modern ausstattet, genehmigungsfähig hält und flexibel konzipiert, sichert sich langfristig stabile Mieterstrukturen. Besonders im Trend liegen Flächen mit Außennutzung, vorhandenen Lüftungsanlagen, attraktiven Grundrissen und hoher Aufenthaltsqualität.
Die Gastronomiebranche erfindet sich ständig neu. Nach Jahren der Unsicherheit haben sich neue Konzepte etabliert, die sowohl Konsumenten als auch Investoren anziehen. Die Anforderungen an Flächen entwickeln sich weiter – und Eigentümer stehen vor der Aufgabe, Räume zu schaffen, die flexibel, genehmigungsfähig und wirtschaftlich nutzbar sind. Dieser Beitrag zeigt, welche gastronomischen Trends 2025 relevant sind und wie Eigentümer ihre Immobilien erfolgreich positionieren können.
7. Hybrid-Gastronomie setzt sich durch
Immer mehr Betriebe kombinieren Restaurantbetrieb mit Delivery-Küchen, Selbstbedienungselementen oder digitalen Bestellkonzepten. Dadurch entstehen multifunktionale Küchenbereiche, die effizient strukturiert und gut angebunden sein müssen. Eigentümer mit Flächen, die ausreichend Lüftung, getrennte Anlieferung und flexible Raumgestaltung erlauben, haben klare Wettbewerbsvorteile.
8. Erlebnisorientierung dominiert Premiumsegmente
Gäste suchen zunehmend besondere Erlebnisse. Open Kitchen, Showcooking, Food-Entertainment, Interior-Design-Konzepte und Markenstorytelling prägen moderne High-End-Lokale. Solche Konzepte benötigen oft besondere technische Ausstattung und eine durchdachte Raumakustik. Vermieter können durch hochwertige Grundausstattung (z. B. Schallschutz, hochwertige Elektrik, modernisierte Sanitäranlagen) ihre Fläche für diese Zielgruppen attraktiver machen.
9. Nachhaltigkeit wird zum Kern des Geschäftsmodells
Regionale Produkte, weniger Verpackung, Energieeffizienz und ressourcenschonende Technik sind gefragter denn je. Gastronomiebetriebe achten auf den ökologischen Fußabdruck ihrer Räume. Immobilien mit energieeffizienter Haustechnik, guter Dämmung und nachhaltigen Materialien haben bessere Vermietungschancen.
10. Standortqualität entscheidet über Nachfrage
Gastronomie lebt von Frequenz und Sichtbarkeit. Belebte Quartiere, urbane Mischgebiete, Wasserlagen oder Szenenviertel haben klare Vorteile. Doch auch aufstrebende Stadtteile bieten Chancen. Eigentümer sollten die Entwicklung ihrer Mikrolage genau beobachten und Kooperationen mit Wirtschaftsförderungen nutzen.
11. Herausforderungen für Eigentümer
- Genehmigungen: Besonders Abluft und Brandschutz sind kritisch.
- Investitionsbedarf: Gastronomie ist installationstechnisch anspruchsvoll.
- Hohe Mieterfluktuation: Flexible Mietmodelle können helfen.
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